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Der Begriff Out of Character (abgekürzt mit OoC) ist die Bezeichnung für Charaktere in einer Fanfiktion, die sich kaum oder gar nicht so verhalten, wie der Leser bzw. der Fan im Allgemeinen es von ihm gewohnt ist; beispielsweise ist eine sonst in sich gekehrte und ruhige Person plötzlich aufbrausend und extravertiert.

Solche Veränderungen einer Person passieren relativ häufig in FFs, wobei es meistens ungewollt geschieht, wenn der Autor sich die Charaktere zurechtbiegen muss, damit seine Geschichte ihm selbst gefällt. Der Großteil dieser OoC-Charaktere wird dann in den häufigsten Fällen so verändert, damit eine Beziehung zwischen ihm und einem anderen Charakter möglich ist. Bei diesem anderen Charakter ist es egal, ob dieser schon im Canon, aus dem der erste Charakter stammt, existiert oder ob er ein OC ist. Letzteres wird oft kritisch gesehen, da es sich in dem Fall häufig um einen Self-Insert des Autors handelt, der sich selbst mit seinem Lieblingscharakter verkuppelt. Dabei wird der Self-Insert nicht selten zur Mary-Sue, wenn er es denn nicht schon von Anfang an ist.

Allerdings gibt es auch FFs, bei denen die Charaktere absichtlich das genaue Gegenteil (oder zumindest anders) sind als im Original. Meist ist es in solchen FFs jedoch angekündigt und die Personen haben auch die ganze Zeit diese Charakteränderung. Wichtig bei solchen OoC-FFs ist, dass die neuen Eigenschaften logisch sind und nicht vollkommen abwegig sind. So sollte man einen sadistischen Mörder nicht zu einem liebenswürdigen Pazifisten machen. Einzige Ausnahme sind dabei allerdings Parodien, da ein vollkommen übertrieben verdrehter Charakter natürlich viel Unterhaltungspotential hat.

Das Gegenteil von Out of Character ist In Character, wobei die Charaktere genau so handeln, wie man es vom Original von ihnen kennt.

In vielen Geschichten existieren neben den Charakteren, die komplett OoC beziehungsweise IC geschrieben werden, auch jene Charaktere, die eine nicht im Canon vorkommende Charakterentwicklung durchmachen. Diese Entwicklung zeichnet sich meist dadurch aus, dass ein Charakter am Anfang der Geschichte IC ist und sich im Verlauf in eine andere Richtung (OoC) entwickelt. Besagte Person wäre also am Anfang der Geschichte zum Beispiel in sich gekehrt und ruhig, würde aber im weiteren Verlauf der Geschichte durch die eintretenden Ereignisse immer aufbrausender und extravertierter werden. Hierbei kommt es auf das Talent des Autors an, wie schnell und "natürlich" er diesen Prozess ablaufen lässt und ob die Änderungen vom Leser als verständlich oder als unrealistisch empfunden werden.

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